PowerGrade Workflow
DaVinci Resolve · Newbie Guide
Ein Clip · sechs Schritte

Immer dieselbe Reihenfolge. Nie planlos drehen.

Gehe von Schritt 1 bis 6. Pro Schritt veränderst du nur wenige Regler. Erst wenn die Basis stimmt, schaltest du optionale Nodes dazu.

BLAU = Workflow aus dem Video-Transkript · ORANGE = unsere zwei zusätzlichen Look-Schalter
DJI D-Gamut · DJI D-Log
SCHRITT 1 VON 6KAMERA ÜBERSETZEN
SCHRITT 01

CST IN einstellen

Im Video ist das der erste Pflichtschritt: Resolve muss das Kamera-Log kennen.

Node CST IN → OpenFX → Color Space Transform
Passend zur Kamera
Input Color Space: DJI D-Gamut
Input Gamma: DJI D-Log

Output bleibt DaVinci Wide Gamut und DaVinci Intermediate.

Für deine Pocket-Aufnahme gilt D-Log, nicht D-Log M oder D-Log 2.

FERTIG, WENNDas flache Log-Bild wieder natürlich aussieht.
ACHTUNGKeine doppelte CST, falls dein Projekt schon Color Managed ist.
SCHRITT 02

WB mit Gain balancieren

Der Autor benutzt ausdrücklich die Primaries im Gamma/Linear-Node – nicht Log Wheels oder den normalen Temperaturregler.

Node WB → Primaries → Gain / einzelne RGB-Kanäle
Kleine Bewegungen
Suche etwas Weißes oder Graues im Bild.
Zu blauGain B minimal senken oder Gain R erhöhen.
Zu gelb/rotGain R minimal senken oder Gain B erhöhen.
Zu grünGain G minimal senken.
HelligkeitGain insgesamt leicht hoch oder runter.
FERTIG, WENNNeutrale Flächen neutral und Haut glaubwürdig wirken.
VIDEO-TIPPFür Feinarbeit einzelne RGB-Kanäle benutzen.
SCHRITT 03

EXP über HDR Wheels

Im Video wird zuerst das Kamera-Profil gewählt, dann werden Schatten und Highlights über die Scopes geordnet.

Node EXP → HDR Wheels → Kamera-Farbraum wählen → Parade/Waveform
In dieser Reihenfolge
Zu dunkelGlobal Exposure oder Light leicht erhöhen.
Schwarz dichtShadows/Darks leicht anheben.
Weiß zu hellHighlights/Light langsam senken.
ObergrenzeDer Autor nennt ungefähr 896 / 1023 als Highlight-Warnbereich.
FERTIG, WENNMotiv lesbar ist und Highlights nicht hart clippen.
ACHTUNGNicht jeden Schatten grau machen – echtes Schwarz darf bleiben.
SCHRITT 04

Density statt Saturation

Das ist laut Video der zentrale Farbtrick: mehr Farbreichtum über HSV statt normaler Sättigung.

Node Density · Color Space HSV → Primaries → grüner Kanal
Ein Regler
Grünen Kanal langsam von 100 Richtung 120 bewegen.

Der Autor benutzt den normalen Sat-Node praktisch nie. Density soll Rot und Grün reich wirken lassen, ohne Haut auszuwaschen.

FERTIG, WENNFarben satter und dichter wirken, aber nicht digital bunt.
ZU VIEL, WENNHaut orange, Rot klebrig oder Grün künstlich wird.
SCHRITT 05

Grundlook am Ende prüfen

Contrast/Pivot werden laut Video erst gegen Ende beurteilt; Tone Curve bleibt meist an und rollt Highlights filmischer ab.

Nodes Contrast → Tone Curve → optionale Motiv-Nodes
An/Aus vergleichen
ContrastContrast und Pivot nur so weit drehen, bis das Bild klarer wirkt.
Tone CurveMeist eingeschaltet lassen; sie nimmt den Highlights Härte.
GreensBei Natur einschalten: Grün kühler, dunkler und weniger gesättigt.
RadialNur bei Bedarf: invertiertes Window als subtile Vignette.
GlowSoft Light; Sättigung zurücknehmen, weil Glow Farbe hinzufügen kann.
GrainOptional; im Film Look Creator nur als Textur dosieren.
FERTIG, WENNJeder aktive Node beim An/Aus-Vergleich wirklich hilft.
TRANSKRIPTSat und Radial sind keine Pflicht; Grain ist reine Geschmackssache.
SCHRITT 06

Stärke wählen – fertig

Das sind unsere beiden Ergänzungen. Sie kommen erst nach dem Workflow aus dem Video.

VON UNS HINZUGEFÜGT · NICHT AUS DEM VIDEO
CLEANBeide aus: neutralste Version.
CST OUT bleibt technisch
DaVinci Wide Gamut / Intermediate → Rec.709

Im Video folgt optional noch ein 2383-Filmprint-LUT: D55 wärmer, D60 mittig, D65 kühler. Immer nur einen wählen und bei Bedarf über den Key Output abschwächen.

FINALER CHECKHaut, schwarze Kleidung, Haare, Himmel und Scopes prüfen.
NICHT STAPELNNicht mehrere 2383-LUTs oder Grain-Effekte gleichzeitig verwenden.

Der Ablauf in einem Satz

CST IN→WB→EXP→Density→Contrast / Curve→unsere Schalter→CST OUT

Merksatz: Erst Kamera übersetzen, dann balancieren, dann belichten, dann verdichten – kreative Extras immer zuletzt beurteilen.