1 · CLIP
MAKE IT MATCH · ein einzelner Shot
Resolve entwickelt dein Log-Material kontrolliert in DaVinci Wide Gamut. Danach entscheidet die Absicht, auf welcher Ebene du arbeitest.
Im Node Editor oben links zuerst die Ebene wählen. Dann erst den passenden Node anklicken und die Primaries / Color Wheels öffnen.
MAKE IT MATCH · ein einzelner Shot
MAKE IT FEEL · alle Clips einer Szene
MAKE IT RPR · der gesamte Film
Der gesamte Grade bleibt scene-referred in DaVinci Wide Gamut / Intermediate. Rec.709 Gamma 2.4 entsteht erst beim Output.
Exposure, WB, Kontrast oder Saturation dürfen auf mehreren Ebenen vorkommen — entscheidend ist das Warum.
RCM liefert die gemeinsame DWG-Basis. Du entwickelst und matchst jeden Shot nur so weit wie nötig.
Hier formst du die gemeinsame Stimmung: Exposure, WB, Kontrast, Saturation, Color Balance, Schatten und Highlights.
CAMERA DIFFUSION → RPR SPEKTRAFILM → automatischer RCM OUTPUT. Keine einzelnen WB- oder Exposure-Probleme auf Timeline reparieren.
Du hast die einzelnen Shots am Clip-Level sauber gematcht. Danach machst du die ganze Szene bewusst kühler und etwas dunkler, reduzierst Saturation, kühlst die Schatten und formst Highlights sowie Kontrast. Das Matching war nicht falsch — die Group-Änderung ist intentional.
Durchgezogen = Standard. Gestrichelt = nur anlegen, wenn du ihn wirklich brauchst. Die Nodes laufen jeweils von oben nach unten.
RCM hat den Clip bereits nach DWG/Intermediate transformiert. Jetzt matchst du ihn von Hand.
Diese Nodes wirken gemeinsam auf alle Clips der Szene.
Keine Reparatur einzelner Shots. Hier entsteht die durchgehende RPR-Signatur.
Setze nicht den gesamten Grade auf Gamma 2.4. Die Grade-Nodes arbeiten im tatsächlichen Timeline-/Arbeitsfarbraum. Nur dedizierte WB- oder Exposure-Nodes werden für die Linear-Gain-Technik per Rechtsklick auf Gamma → Linear gesetzt. Resolve wandelt für diesen Node hinein und anschließend wieder zurück.
Quellen: Blackmagic Design · Color Page und offizieller Colorist Guide. Die Linear-Gain-Technik ist eine gezielte Arbeitsmethode; sie ist kein Ersatz für korrektes Color Management.
Ja: Clip, Group Post-Clip und Timeline bekommen jeweils einen eigenen kleinen Start-Node-Tree. Nie alle drei Ebenen in einen einzigen PowerGrade packen.
WB MATCH → EXPOSURE MATCH → DENSITY / SAT MATCH → LOCAL / SKIN / FIX. Die letzten beiden Nodes standardmäßig deaktiviert oder leer lassen.
SCENE EXPOSURE → SCENE COLOR → SCENE CONTRAST → SCENE SAT / PALETTE. Alles zunächst neutral.
CAMERA DIFFUSION → RPR SPEKTRAFILM. Kein manueller Output-CST im Tree, weil RCM die Ausgabe übernimmt.
Wechsle vor dem Speichern und Anwenden immer in die richtige Node-Editor-Ebene: Clip, Group Post-Clip oder Timeline. Ein PowerGrade-Album ist in allen Projekten derselben Project Library verfügbar. Für eine andere Library exportierst du die Stills als DRX und importierst sie dort.
Resolve wendet Clip-, Group- und Timeline-Grades nacheinander an. PowerGrade-Stills sind deshalb als drei getrennte Startvorlagen sinnvoll; der aktive Node-Editor-Modus bestimmt, auf welcher Ebene du sie speicherst und anwendest. Quelle: Blackmagic Design Colorist Guide, Kapitel zu Groups und PowerGrade-Stills.
Die Antwort sollte in wenigen Sekunden klar sein.
Nein → Clip nicht anfassen. Ja → Gehört die Änderung zum einzelnen Bild, zur Szene/Serie oder zum gesamten Film? Das entspricht Clip → Group → Timeline.
Kein Kamera→Rec.709-Conversion-LUT am Anfang und kein Rec.709→DWG-Rückweg. RCM transformiert die Kamera direkt nach DaVinci Wide Gamut / Intermediate.
SpektraFilm arbeitet mit Input DWG / Intermediate und Output Role RCM/ACES. Danach erledigt das Resolve Color Management den einzigen Output nach Rec.709 Gamma 2.4.
Ein klarer Default. Keine Sammlung konkurrierender Resolve-Methoden.
Schließe den Schnitt ab, bevor du Referenzshots auswählst und das manuelle Matching beginnst.
Setze Timeline Color Space auf DaVinci Wide Gamut / Intermediate und tagge jeden Clip mit seinem korrekten Kamera-Input. Resolve übernimmt die technische Transformation — ohne Rec.709-Zwischenstufe.
Entwickle pro Szene zuerst den Referenzshot. Gleiche danach jeden Clip bei Bedarf in WB, Exposure und Farbdichte an. Skin- oder Local-Nodes bleiben Ausnahmen.
Gruppiere die gematchten Clips. Hier darfst du eine technisch korrekte Szene bewusst kühler, dunkler, weniger gesättigt oder kontrastreicher interpretieren. Matching und Stimmung bleiben getrennt.
Setze zuerst das externe Camera-Diffusion-OFX und danach SpektraFilm nahe ans Ende des Timeline-Node-Trees. Clip-Matching und Scene Intent liegen davor; der automatische RCM-Output liegt danach.
Kontrolliere Übergänge, Haut, Highlights, Schatten, Szenenbalance und die Stärke des globalen Looks. Erst danach exportieren.
Laut Manual arbeitet SpektraFilm am besten nahe am Ende des Node-Trees: nach Farbmanagement, Input-Transform und fast allen Matching-/Scene-Intent-Korrekturen.
Wenn das externe Camera-Diffusion-Plugin aktiv ist, lasse Camera Diffusion in SpektraFilm aus oder bewusst sehr zurückhaltend. SpektraFilm-Halation und Scanner-Finish sind andere Prozessstufen und dürfen weiterhin verwendet werden.
Diese Reihenfolge folgt Kapitel 6.19 des Manuals und hält jede Entscheidung physikalisch nachvollziehbar.
Film Exposure verändert, wie die Szene auf dem Negativ landet — inklusive Einfluss auf Grain, Halation und spätere Print-Reaktion. Print Exposure timet das bereits entwickelte Negativ heller oder dunkler. Wenn das Negativ stimmt, aber der Print nicht, nimm Print Exposure.
Quelle: offizielles SpektraFilm OFX User Manual, insbesondere Kapitel 1.3, 3.8, 5.1–5.2 und 6.19.
Color Page: Clips auswählen, gruppieren und danach bewusst auf Group Post-Clip arbeiten.
Ist der ausgewählte Clip keiner Group zugeordnet, zeigt Resolve möglicherweise nur Clip und Timeline. Sobald der Clip Teil einer Group ist, stehen Group Pre-Clip und Group Post-Clip zusätzlich zur Verfügung.
Derselbe Regler ist nicht dieselbe Entscheidung. Die Ebene beschreibt deine Absicht.
Keine technische Gleichsetzung — eine Entscheidungshilfe für Fotografen.
Wenn nein: Clip nicht anfassen. Wenn ja: Gehört die Änderung zum Bild → zur Szene/Serie → zum gesamten Film? Das mappt direkt auf Clip → Group → Timeline.
Die alten Komplett-Dateien bleiben dokumentiert, sind aber nicht mehr der empfohlene Standard. Neu sind drei kleine Basis-PowerGrades für Clip, Group und Timeline.
Filme in D-Log — nicht D-Log M und nicht D-Log 2. Der bisherige CST-Node 02A funktioniert nur mit D-Log.
Denoise → CST IN → White Balance → Exposure → Density / Saturation → Contrast / Tone Curve → Greens / Radial / Atmosphäre → Look-Schalter → CST OUT → Schärfe bei Bedarf → Grain.
Meist nur 1–2 Effekte gleichzeitig. Wenn Bloom und Halation aktiv sind, Black Mist zurückhaltend dosieren.