RPR Grading System
Imagen Video + DaVinci Resolve + SpektraFilm OFX
Dein Standardweg für RPR-Vlogs

Wo mache ich
diese Änderung?

Imagen baut die saubere technische Basis. Danach entscheidet die Absicht, auf welcher Resolve-Ebene du arbeitest.

CLIP MAKE IT MATCH
GROUP MAKE IT FEEL
TIMELINE MAKE IT RPR
01 · Der Signalfluss

Von der Aufnahme bis zum RPR-Look

Nach dem Picture Lock geht die Sequenz zu Imagen — ohne kreativen PowerGrade.

SOURCE FOOTAGE Geschnittene Sequenz nach Picture Lock.
IMAGEN VIDEO Technical baseline / correction.
CLIP · MAKE IT MATCH Imagen plus individuelle Fixes.
GROUP POST-CLIP · MAKE IT FEEL Scene Intent für zusammengehörige Clips.
TIMELINE · MAKE IT RPR SpektraFilm OFX nahe am Ende: Film, Print, Texture und Scan.
OUTPUT QC und Export.
IMAGEN = BASELINE technisch sauber
CLIP = MATCH passt der Shot?
GROUP = FEEL wie fühlt sich die Szene an?
TIMELINE = RPR wie sieht der ganze Film aus?
02 · Die drei Ebenen

Gleiche Regler. Unterschiedliche Absicht.

Exposure, WB, Kontrast oder Saturation dürfen auf mehreren Ebenen vorkommen — entscheidend ist das Warum.

CLIP · MAKE IT MATCH

Individuellen Shot angleichen

Imagen bleibt unangetastet. Ergänze nur, was dieser Shot zum Matchen braucht.

Typisch: IMAGEN → WB FIX → EXPOSURE FIX → LOCAL
Regel: Ein Node = eine verständliche Absicht, nicht ein einzelner Regler.
Wenn Imagen gut aussieht: DON’T TOUCH IT.
→
GROUP POST-CLIP · MAKE IT FEEL

Komplette Szene interpretieren

Hier formst du die gemeinsame Stimmung: Exposure, WB, Kontrast, Saturation, Color Balance, Schatten und Highlights.

Gruppen: EARLY MORNING · OVERCAST · FOREST
Auch: GOLDEN HOUR · NIGHT / CITY
→
TIMELINE · MAKE IT RPR

Gesamten Film signieren

CAMERA DIFFUSION → RPR SPEKTRAFILM → optionaler OUTPUT. Keine einzelnen WB- oder Exposure-Probleme auf Timeline reparieren.

Camera Diffusion: externes Einzel-OFX direkt vor SpektraFilm — wie ein Filter vor der simulierten Film Exposure
SpektraFilm OFX: Stock, Paper, Film/Print Response und Color Separation
Finish: Halation, Bloom, Grain, globale Textur

EARLY MORNING · Group Post-Clip

Imagen liefert eine technisch balancierte Sequenz. Du machst sie bewusst kühler und etwas dunkler, reduzierst Saturation, kühlst die Schatten und formst Highlights sowie Kontrast. Imagen war nicht falsch — deine Änderung ist intentional.

CORRECT ≠ INTENTIONAL Imagen = Baseline Du = Gefühl
03 · Die drei Node Trees

Oben in Resolve: so soll es aussehen

Durchgezogen = Standard. Gestrichelt = nur anlegen, wenn du ihn wirklich brauchst. Die Nodes laufen jeweils von oben nach unten.

CLIP · MAKE IT MATCH

Einzelnen Shot angleichen

Imagen bleibt bestehen. Du ergänzt nur Korrekturen für diesen einen Clip.

IMAGENVorhandener Imagen-Grade / technische Basis. Nicht ersetzen.
WB MATCHNur wenn dieser Shot farblich nicht passt. Primaries Gain-Farbrad beziehungsweise RGB Gain benutzen.NODE GAMMA: LINEAR · LUM MIX: 0
EXPOSURE MATCHGain-Masterwheel verändert die Lichtmenge proportional. Alternativ HDR Global Exposure im korrekt gesetzten Arbeitsfarbraum.LINEAR + GAIN ODER HDR GLOBAL
LOCAL / SKIN / FIXWindow, Qualifier, Tracking oder Magic Mask. Node bleibt im Timeline-Arbeitsfarbraum.NODE: TIMELINE
GROUP POST-CLIP · MAKE IT FEEL

Szene interpretieren

Diese Nodes wirken gemeinsam auf alle Clips der Szene.

SCENE EXPOSUREDie komplette Szene bewusst heller oder dunkler gestalten. HDR Global Exposure ist dafür gut lesbar.NODE: TIMELINE / WORKING SPACE
SCENE COLORKühler, wärmer, grüner oder magentafarbener als kreative Entscheidung. Temp/Tint, Offset oder Color Wheels nach Absicht.NICHT ZWANGSWEISE LINEAR
SCENE CONTRASTContrast + Pivot, Curves oder HDR-Zonen für die gemeinsame Tonalität.NODE: TIMELINE / WORKING SPACE
SCENE SAT / PALETTESaturation, Color Boost, Hue-vs-Sat oder Color Warper für das Szenengefühl.NODE: TIMELINE / WORKING SPACE
TIMELINE · MAKE IT RPR

Globaler Filmcharakter

Keine Reparatur einzelner Shots. Hier entsteht die durchgehende RPR-Signatur.

01 · CAMERA DIFFUSIONExternes Einzel-OFX nach technischer Normalisierung und vor dem Filmprozess.WORKING SPACE · NICHT DISPLAY 2.4
02 · RPR SPEKTRAFILMStock, Paper, Film/Print Exposure, Color Timing, DIR, Grain, Halation und Scanner.INPUT SPACE = EINGEHENDES SIGNAL
03 · OUTPUT TRANSFORMNur bei SpektraFilm Output Role RCM/ACES beziehungsweise wenn ein nachgelagerter CST vorgesehen ist.OUTPUT: REC.709 GAMMA 2.4
γ

Linear ist ein Node-Rechenraum. Gamma 2.4 ist dein SDR-Ausgabeziel.

Setze nicht den gesamten Grade auf Gamma 2.4. Die Grade-Nodes arbeiten im tatsächlichen Timeline-/Arbeitsfarbraum. Nur dedizierte WB- oder Exposure-Nodes werden für die Linear-Gain-Technik per Rechtsklick auf Gamma → Linear gesetzt. Resolve wandelt für diesen Node hinein und anschließend wieder zurück.

Linear-Gain-Rezept: Was stelle ich ein — und was macht welcher Regler?
VoraussetzungProject Settings → Timeline Color Space muss dem realen Bildzustand am Node entsprechen. Sonst ist Resolves automatische Umrechnung in Linear nicht verlässlich.
Node Gamma → LinearRechtsklick auf den betreffenden Node. Nur diesen Node umstellen — nicht CST, Timeline oder Output pauschal auf Linear setzen.
Lum Mix → 0Schaltet die automatische Gegenbewegung der anderen RGB-Kanäle ab. Die Kanäle lassen sich unabhängig verändern — hilfreich für technisches Matching.
Gain-Farbrad / RGB GainÄndert das Verhältnis von Rot, Grün und Blau proportional zum Licht. Im WB MATCH Node damit einen Farbstich neutralisieren.
Gain-MasterwheelHebt oder senkt alle drei Kanäle gemeinsam und verhält sich im linearen Node wie eine Belichtungsänderung. Waveform beobachten.
Lift, Gamma, OffsetFür dieses spezielle Linear-Gain-Rezept nicht benutzen. Wechsle für Schatten, Mitten oder globale kreative Verschiebungen in einen normalen Working-Space-Node.
Lum Mix → 100Resolve hält bei einzelnen RGB-/Y-Korrekturen die wahrgenommene Helligkeit stärker konstant. Das ist oft praktisch für kreatives Grading, aber weniger direkt für unabhängiges RGB-Matching.
HDR Global ExposureBelichtung in Stops über die HDR-Palette. Der dort gewählte Color Space und Gamma müssen ebenfalls dem Signal am Node entsprechen.
Rec.709 Gamma 2.4Display-Encoding für dein SDR-Master. Es gehört in SpektraFilm Display Out SDR oder in den finalen Output-CST — niemals zusätzlich in beide.
Default für dichClip-WB: Linear + Lum Mix 0 + Gain. Clip-Exposure: separater Linear-Gain-Node oder HDR Global. Group: normaler Arbeitsfarbraum. Timeline: Diffusion → SpektraFilm → optionaler Output-CST.

Quellen: Blackmagic Design · Color Page und offizieller Colorist Guide. Die Linear-Gain-Technik ist eine gezielte Arbeitsmethode; sie ist kein Ersatz für korrektes Color Management.

04 · Schnellentscheidung

Wo gehört die Änderung hin?

Die Antwort sollte in wenigen Sekunden klar sein.

Dieser eine Shot passt nicht zu den anderen?
→ CLIP · MATCH
Die komplette Szene soll sich anders anfühlen?
→ GROUP · FEEL
Der gesamte Film braucht einen anderen RPR-Charakter?
→ TIMELINE · RPR
Imagen sieht bereits gut aus?
→ DON’T TOUCH IT
Würde ich dieses Foto in Lightroom korrigieren?

Nein → Clip nicht anfassen. Ja → Gehört die Änderung zum einzelnen Bild, zur Szene/Serie oder zum gesamten Film? Das entspricht Clip → Group → Timeline.

!

Den vollständigen alten PowerGrade nicht normal auf Imagen-Clips anwenden.

„Apply Grade“ kann den vorhandenen Clip-Grade beziehungsweise Node Graph ersetzen und damit die Imagen-Korrektur entfernen.

Die Standardarchitektur ist absichtlich getrennt: Imagen bleibt auf Clip-Level · kreative Szeneninterpretation liegt auf Group Post-Clip · die globale RPR-Identität liegt auf Timeline. Wenn ein vorhandener Node Graph wirklich ergänzt werden muss, ist „Append Node Graph“ die passendere Funktion.

05 · Empfohlener Arbeitsablauf

Von Picture Lock bis Export

Ein klarer Default. Keine Sammlung konkurrierender Resolve-Methoden.

SCHRITT 01
Edit sperren

Picture Lock

Schließe den Schnitt ab, bevor Imagen und das eigentliche Grading beginnen.

EDIT keinen Creative PowerGrade einbacken
SCHRITT 02
Imagen Video

Base Development

Imagen balanciert Exposure, Weißabgleich, Shot-to-Shot-Konsistenz sowie Kamera-Matching oder technische Normalisierung, wo passend. Eine geeignete Technical / Conversion LUT darf Teil dieser Entwicklung sein.

EXPOSURE WB MATCHING NORMALIZATION
SCHRITT 03
Clip prüfen

Nur Ausnahmen korrigieren

Ist das Imagen-Ergebnis gut, berührst du den Clip nicht. Korrigiere hier nur einzelne Shots: zu hell, falscher WB, individuelle Haut, lokaler Masken-Fix oder ein Ausreißer zwischen Nachbarshots.

EXPOSURE WB SKIN LOCAL FIX
SCHRITT 04
Group Post-Clip

Scene Intent

Gruppiere zusammengehörige Clips. Hier darfst du eine technisch korrekte Szene bewusst kühler, dunkler, weniger gesättigt oder kontrastreicher interpretieren. Das ist kein Imagen-Fehler, sondern deine Absicht.

EARLY MORNING OVERCAST GOLDEN HOUR FOREST NIGHT / CITY
SCHRITT 05
Timeline

RPR Film Look

Setze zuerst das externe Camera-Diffusion-OFX und danach SpektraFilm nahe ans Ende des Timeline-Node-Trees. Alle technischen Transforms, Imagen-/Clip-Korrekturen und der Scene Intent liegen davor.

GLOBAL CAMERA DIFFUSION SPEKTRAFILM OFX RPR SIGNATURE
SCHRITT 06–07
QC + Export

Film als Ganzes prüfen

Kontrolliere Übergänge, Haut, Highlights, Schatten, Szenenbalance und die Stärke des globalen Looks. Erst danach exportieren.

QC EXPORT
06 · SpektraFilm OFX

Der RPR-Look als Film-Labor

Laut Manual arbeitet SpektraFilm am besten nahe am Ende des Node-Trees: nach Farbmanagement, Input-Transform und fast allen Matching-/Scene-Intent-Korrekturen.

UPSTREAMInput-Transform · Imagen · Clip-Matching · Group Post-Clip Scene Intent.
CAMERA DIFFUSION OFXExternes Einzel-Plugin nach dem Input-CST und direkt vor SpektraFilm. Es simuliert den Filter vor der Film Exposure.
RPR SPEKTRAFILM OFXFilm, Print, Color Separation, Texture, Optics und Scan.
OUTPUTNur wenn der gewählte Output Role einen nachgelagerten Transform vorsieht.
Input-CST → Balance → Camera Diffusion → SpektraFilm.Nicht vor dem Input-CST: Das Diffusion-OFX soll ein definiertes Arbeitsfarbsignal erhalten. Es sitzt aber vor SpektraFilm und einem eventuellen Output-CST.
!

Diffusion nicht doppelt stapeln.

Wenn das externe Camera-Diffusion-Plugin aktiv ist, lasse Camera Diffusion in SpektraFilm aus oder bewusst sehr zurückhaltend. SpektraFilm-Halation und Scanner-Finish sind andere Prozessstufen und dürfen weiterhin verwendet werden.

Empfohlene Reihenfolge im OFX

Den Look von innen nach außen bauen

Diese Reihenfolge folgt Kapitel 6.19 des Manuals und hält jede Entscheidung physikalisch nachvollziehbar.

01 · COLOR MANAGEMENTInput Color Space muss exakt dem Signal entsprechen, das in den OFX-Node kommt.
02 · MATERIALStock, Paper und Film Format auswählen.
03 · FILM EXPOSURENegative Placement mit Film Exposure EV setzen.
04 · PRINT EXPOSUREDas vorhandene Negativ mit Print Exposure EV timen.
05 · PRINT SHAPEPrint Push/Pull zuerst; danach Shadow/Highlight Shape für Toe und Shoulder.
06 · COLOR TIMINGFiltered Enlarger mit CMY oder Printer Density mit Printer Points; danach DIR Separation.
07 · OPTIONAL PROCESSPreflash oder Negative/Print Bleach Bypass nur, wenn der Look es verlangt.
08 · TEXTURE + OPTICSGrain, Halation und Scanner-Finish zuletzt hinzufügen. Interne Camera Diffusion bleibt aus, wenn das externe OFX aktiv ist; Print Diffusion ist eine separate kreative Option.
09 · OUTPUT ROLEOutput Role und Delivery Transform bewusst festlegen.
Direktes SDR-FinishDisplay Out SDR ist ein fertiger Display-Output. Für den bisherigen Rec.709-Workflow: Output Color Space passend zum Ziel wählen und keinen weiteren Display-Transform stapeln.
RCM / ACES / nachgelagerter CSTOutput Role auf RCM/ACES setzen. Danach darf Color Management oder ein Output-CST folgen; im nachgelagerten CST Tone Mapping ausschalten, um doppeltes Tone Mapping zu vermeiden.
Film Exposure ≠ Print Exposure

Film Exposure verändert, wie die Szene auf dem Negativ landet — inklusive Einfluss auf Grain, Halation und spätere Print-Reaktion. Print Exposure timet das bereits entwickelte Negativ heller oder dunkler. Wenn das Negativ stimmt, aber der Print nicht, nimm Print Exposure.

Welche SpektraFilm-Tools lösen welches Problem?
Falsche GesamtfarbeInput Color Space, upstream CST und Print Timing prüfen.
Belichtung / PlacementFilm Exposure EV für das Negativ; Print Exposure EV für den Print.
KontrastFilm Push/Pull = Negativcharakter. Print Push/Pull = Papierkontrast. Shadow/Highlight Shape = Toe/Shoulder.
FarbcharakterStock und Paper für breite Persönlichkeit; DIR Couplers für Color Separation.
Print-FarbbalanceFiltered Enlarger für CMY-Logik oder Printer Density für Printer Points in 1/12 Stop.
HighlightsFilm Placement, Highlight Shape und subtiler Preflash — nicht pauschal downstream Gain.
TexturFilm Format zuerst, dann Grain-Modell und erst danach Amount/Size/Blur. Bei finaler Ausgabegröße beurteilen.
Camera DiffusionExternes OFX direkt vor SpektraFilm. Nach Input-CST/Arbeitsfarbraum, vor Film Exposure und vor einem eventuellen Output-CST.
Print Diffusion / ScanPrint Diffusion bleibt im SpektraFilm-Printpfad. Scanner = Glare, Resolving Power und Unsharp am Ende.

Quelle: offizielles SpektraFilm OFX User Manual, insbesondere Kapitel 1.3, 3.8, 5.1–5.2 und 6.19.

07 · Praktisch in Resolve

Eine Szene als Group anlegen

Color Page: Clips auswählen, gruppieren und danach bewusst auf Group Post-Clip arbeiten.

01 Alle Clips einer Szene auswählen.
02 Rechtsklick.
03 „Add Into New Group“ wählen.
04 Beschreibend benennen, z. B. EARLY MORNING.
Clip Imagen-Ergebnis plus individuelle Korrekturen.
Group Post-Clip Kreative Interpretation der Szene.
Timeline Globaler RPR-Look.
Group Pre-Clip ignorierst du in diesem Workflow vorerst.

Ist der ausgewählte Clip keiner Group zugeordnet, zeigt Resolve möglicherweise nur Clip und Timeline. Sobald der Clip Teil einer Group ist, stehen Group Pre-Clip und Group Post-Clip zusätzlich zur Verfügung.

08 · Ein Regler, drei Absichten

White Balance als Hierarchie-Beispiel

Derselbe Regler ist nicht dieselbe Entscheidung. Die Ebene beschreibt deine Absicht.

CLIP · MAKE IT MATCH Warum ändere ich WB? Dieser eine Shot passt nicht zu den anderen.
GROUP · MAKE IT FEEL Warum ändere ich WB? Die gesamte Szene soll sich kühler oder wärmer anfühlen.
TIMELINE · MAKE IT RPR Wofür nutze ich diese Ebene? Nicht für die WB-Korrektur einzelner Szenen, sondern für den globalen RPR-Look.
Gleicher Regler ≠ gleiche Absicht Clip WB ist korrektiv. Group WB ist kreativ. Timeline formt den Gesamtfilm.
09 · Mentale Übersetzung

Lightroom → Resolve

Keine technische Gleichsetzung — eine Entscheidungshilfe für Fotografen.

EIN FOTO HAT EIN PROBLEM → Clip · Make it match
DIE GANZE FOTOSERIE SOLL SICH ANDERS ANFÜHLEN → Group Post-Clip · Make it feel
ICH WILL MEINE SIGNATUR ÄNDERN → Timeline · Make it RPR
Würde ich dieses Foto in Lightroom korrigieren?

Wenn nein: Clip nicht anfassen. Wenn ja: Gehört die Änderung zum Bild → zur Szene/Serie → zum gesamten Film? Das mappt direkt auf Clip → Group → Timeline.

LEGACY / MANUELL

Alter PowerGrade-Workflow

Nützlich für manuelles Grading ohne Imagen. Nicht der empfohlene Standard für Imagen-korrigierte Clips.

PowerGrade-Dateien und Kamera-CST
01 Base Grade · 20 Nodes Saubere Basis inklusive Black Mist.
02 Toggle Looks · 22 Nodes Punchy, Dense und Black Mist.
03 LR Match · 28 Nodes Foto-Look, alle Schalter und Black Mist.
Immer nur eine CST Osmo: DJI D-Gamut / D-Log. iPhone: Rec.2020 / Apple Log. Output jeweils DWG / Intermediate.
Osmo Pocket 4P · Kamera-Einstellungen

Filme in D-Log — nicht D-Log M und nicht D-Log 2. Der bisherige CST-Node 02A funktioniert nur mit D-Log.

Textur / Schärfe −1 bis −2. Schärfe lieber in Resolve ergänzen.
Rauschunterdrückung −1 als Standard. −2 nur bei gutem Licht.
Skala −2 bis +2. 0 ist DJIs Standardverarbeitung, nicht „aus“.
Test Dieselbe Szene bei 0 / −1 / −2 in 100 % vergleichen — mit und ohne Denoise.
Manuelle Node-Reihenfolge

Denoise → CST IN → White Balance → Exposure → Density / Saturation → Contrast / Tone Curve → Greens / Radial / Atmosphäre → Look-Schalter → CST OUT → Schärfe bei Bedarf → Grain.

White Balance Node Gamma: Linear. Primaries Gain nutzen.
Exposure HDR Wheels und Waveform. 896 / 1023 ist Warnbereich, kein Ziel.
Density HSV, nur Kanal 2. Start 1.15, sinnvoll 1.05–1.20.
Contrast 1.08 · Pivot 0.42. Tone Curve mit sanftem Toe und Shoulder.
CST OUT DWG / Intermediate → Rec.709 / Gamma 2.4. DaVinci Tone Mapping, Saturation Compression.
Schärfe manuell Nach CST OUT, vor Grain. Radius ca. 0.47 oder Midtone Detail +10 bis +20.
Atmosphäre und Film-Effekte

Meist nur 1–2 Effekte gleichzeitig. Wenn Bloom und Halation aktiv sind, Black Mist zurückhaltend dosieren.

11B Black Mist · AUS Resolve FX Glow: Shine Threshold 0.45 · Spread 1.5 · Gain 0.30 · Saturation 0.30 · Normal / Final Result.
11C Haze / Fog Dunst mit KI-Tiefe. Rendert langsamer.
11D Light Rays Nur bei klarer Lichtquelle. Pro Clip positionieren.
11E Halation Roter Filmschein an hellen Kanten.
11F Bloom Weiches Aufblühen der Lichter.
Black-Mist-Praxis Bei dunklen Szenen Threshold Richtung 0.35. Bei viel Gegenlicht Gain etwa 0.20. Polfilter nicht simulierbar.